Hundefutter ohne Getreide: Was du wissen solltest
Wie Hundehalter bestätigen können, schweift ein Gespräch über gesunde Hundeernährung gerne in den mystischen Bereich des Glaubens ab. Immer häufiger spiegelt die Ernährung des Menschen auch die Ernährung des Hundes wider, was eine nicht unbedingt artgerechte Ernährung für den Hund bedeutet.
Allgemeine Schlappheit, Blähungen, Erbrechen, weicher oder flüssiger Kot, Hautausschlag und Hautirritationen, häufige Ohreninfektionen, chronisches Lecken, Kratzen und Beißen: All diese Kennzeichen können beim Hund Anzeichen für eine Lebensmittelunverträglichkeit oder sogar eine Futtermittelallergie sein. Wenn dein Hund einige dieser Symptome zeigt, gehe auf Nummer sicher und spreche mit deinem Tierarzt.
Handelt es sich tatsächlich um eine Reaktion auf Futtermittel, so sind Inhaltsstoffe wie Huhn, Rindfleisch, Eier, Milchprodukte und Weizen häufiger für die Reaktionen verantwortlich. Jedoch kann theoretisch jede Zutat eines Futters die unerwünschte Reaktion hervorrufen. Wenn also Weizen oder andere Getreidesorten durch einen kontrollierten Fütterungsversuch als Auslöser identifiziert wurden, sollte unbedingt Hundefutter ohne Getreide gefüttert werden. Auch für Hunde, die bereits ein Magenleiden haben, empfehlen wir eine Ernährung ohne Getreide. Dies bedeutet aber nicht, dass getreidefreies Futter nur für sensible oder kranke Tiere geeignet ist. Wir füttern erfolgreich auch unsere gesunden Hunde bereits seit über 10 Jahren mit dieser Ernährungsform.
Mythen und Irrtümer der Hundeernährung
Anders als immer behauptet, sind Hunde keineswegs reine Fleischfresser (Carnivoren). Selbst Wölfe fressen Früchte, Kräuter und Gräser und ihr Darm ist durchaus darauf ausgelegt, kleinere Pflanzenmengen zu verdauen. Die ausgewogenste Ernährung lässt sich daher am leichtesten durch gemischtes Futter erzielen, das verschiedene Fleischarten und pflanzliche Komponenten enthält.
Auch die Hunde kommen an den polarisierenden Ernährungsdiskussionen der Menschen nicht unbeschadet vorbei. Die BARF-Methode nimmt für sich in Anspruch, fleischfressende Haustiere (also nicht nur Hunde) so naturnah wie möglich zu ernähren. Dazu zählt die Verfütterung von Frischfleisch, Fisch und unter Umständen auch Getreide. Wenn solche Rationen selbst erstellt werden, sind genaue ernährungsphysiologische Kenntnisse erforderlich. Die Ration sollte grundsätzlich mit dem Veterinär abgestimmt werden. Stellt man die Hundeernährung auf BARF um, ohne das nötige Hintergrundwissen zu haben, so kann dies unbeabsichtigt zu einer schweren Mangelernährung beim Hund führen. Nicht zu vergessen sind die Gefahren für Mensch und Tier durch rohes Fleisch. Mitunter kann rohes Fleisch mit Krankheitserregern wie Salmonellen, E. coli und Listerien belastet sein. Deshalb sollten die Regeln der Küchenhygiene beachtet werden und im Zweifelsfall sollte das Fleisch doch erhitzt werden, um etwaige Erreger abzutöten.
Ein Trend der Extreme ist die vegane Hundeernährung. Sollte man es tatsächlich versuchen, sind auch hierfür genaue Kenntnisse erforderlich. Diese Form der Hundeernährung zeichnet sich dadurch aus, dass die nötigen Vitamine und Mineralstoffe, die im Fleisch enthalten sind, zugefüttert werden müssen.
Hundefutter ohne Getreide: Selbst kontrollieren, was dein Hund frisst
Für manche Hundehalter gibt es keinen medizinischen Grund, warum sie auf Hundefutter ohne Getreide setzen. Ihnen geht es in erster Linie darum, die Kontrolle darüber zu haben, was ihr Hund überhaupt frisst. Viele Hundefutter setzen auf Getreide als Hauptinhaltsstoff und dieses ist augenscheinlich tatsächlich für die meisten Hunde gut verträglich. Manche Hunde vertragen dieses Futter jedoch nicht und das muss nicht einmal unbedingt am Getreide liegen, denn wie bereits erwähnt, können Allergien und Unverträglichkeiten von fast allen Lebensmitteln ausgelöst werden.
Oft werden Futtermittel in Gruppen deklariert. Für den Verbraucher ist daher meist undurchsichtig, womit er den Hund tatsächlich füttert. Bei einer offenen Deklaration werden die einzelnen Inhaltsstoffe des Hundefutters aufgelistet.
Schon bevor es tatsächlich zum Krankheitsfall kommt, sollte die Diät von Hunden genauestens überwacht und bei Bedarf angepasst werden. Auch das Alter des Hundes spielt eine wichtige Rolle in der artgerechten Ernährung. Ältere Hunde haben zum Beispiel einen anderen Energiebedarf als jüngere Hunde. Da sie mehr schlafen und sich weniger bewegen, benötigen Seniorenhunde weniger energiereiches Futter, da sie sonst unweigerlich zunehmen. Auch eine erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren, wie sie zum Beispiel in Fisch enthalten sind, kann einer vorzeitigen Alterung vorbeugen.
Hundefutter ohne Getreide für kranke Tiere
Es kann viele medizinische Gründe dafür geben, warum die Ernährung des Hundes auf Hundefutter ohne Getreide umgestellt werden sollte. Hunde mit Allergien gegen Getreideeiweiß wären dafür ein Beispiel. Glutenunverträglichkeit gibt es bei Hunden seltener als beim Menschen. Allerdings ist besonders die Rasse Irish Setter von einer Glutenunverträglichkeit betroffen und sollte dementsprechend auch nur glutenfrei ernährt werden.
Woran du gutes getreidefreies Hundefutter erkennst
Getreidefreies Hundefutter zeichnet sich, wie der Name schon sagt, durch den Verzicht auf Getreide aus – das heißt allerdings nicht, dass die restlichen Inhaltsstoffe automatisch wertvoll oder gut verträglich für deinen Hund sind. Die Ernährung deines Tieres sollte speziell auf seine individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Gutes Hundefutter ohne Getreide erkennst du daran, dass es aus verschiedenen tierischen und pflanzlichen Erzeugnissen hergestellt ist, da sonst die Gefahr einer Mangelernährung besteht. Die angegebenen Deklarationen geben Aufschluss über die enthaltenen Zutaten. Ein weiteres Kriterium ist der Hundekot. Ist dieser wohlgeformt und die Kotmenge nicht übermäßig groß, spricht dies im Allgemeinen für die Qualität des Futters. Ein gutes Futter enthält zudem ausreichend Fettsäuren, die für ein gesundes Fellkleid wichtig sind. Das getreidefreie Hundefutter von Bestesfutter verzichtet auf Weizen und Weizengluten, hat dafür in einigen Sorten Süßkartoffeln und/oder Bananen als Futterbestandteile.
Wir von BestesFutter legen Wert darauf, dass du das passende Futter für dein Haustier findest. Solltest du noch Fragen zur ausgewogenen Hundeernährung oder unseren Produkten haben, kannst du uns gerne unter der Nummer 0461 / 80 71 70 - 0 erreichen.